
Von links: Max Weber, Eugen Weber, Hanne Vitzthum, Daniela Hoffmann-Weber, Martin Kleinsteuber
Bei eisiger Kälte hat die Grüne Jugend Gera gegen ACTA und damit für Freiheit und Demokratie im Internet demonstriert. Gemeinsam mit den “Alt”-Grünen, den Jusos und weiteren Demokraten zeigten sie am Samstag Nachmittag in der Innenstadt Flagge, um massive Einschränkungen des Internets zu verhindern. Während zur gleichen Zeit deutschlandweit etwa 50.000 Menschen auf den Straßen waren, um gegen das geplante EU-Gesetz zu demonstrieren, waren es in Gera immerhin über 50 Demonstranten, die der Kälte trotzten. Der Sprecher der Grünen Jugend Gera, Martin Kleinsteuber, zeigte sich zufrieden: “Wir haben uns in die internationalen Proteste eingereiht, um zu zeigen, dass auch in Gera ausgeschlafene Demokraten leben, die aufpassen, dass man das Internet auch in Zukunft nutzen kann, ohne auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. ACTA ist undemokratisch und schränkt extrem die Freiheit der Nutzerinnen und Nutzer ein. Das darf nicht sein. Es ist doch kein Zufall, dass zu den schärfsten Kritikern des Gesetzes mit Litauen, Polen oder Tschechien gerade solche Staaten gehören, die erst vor vergleichsweise kurzer Zeit für die Freiheit ihrer BürgerInnen kämpfen mussten. Auch wir müssen wissen, dass die Freiheit nicht auf dem Sofa in der Wohnstube verteidigt wird!” Bei seiner Rede verwies Grünen-Stadtrat Eugen Weber darauf, dass ohne das Internet der Betrug eines Herrn zu Guttenberg niemals aufgefallen wäre. Würde ACTA in Kraft treten, wäre das auch ein Segen für alle Schummeldoktoren.